Vorschlag des Baureferats zum Radroutennetz

Von der Stadtverwaltung wurden 13 Hauptrouten erarbeitet, die dazu dienen sollen die einzelnen Viertel effektiv und sicher für den Radverkehr zu nutzen. Die Streckenführung basiert weitgehend auf den Wunschrouten des ursprünglichen Konzeptes. Es wurde dabei vorbildlich Wert gelegt auf eine sinnvolle Vernetzung der einzelnen Stadtviertel unter besonderer Berücksichtigung der vorhandenen Infrastruktur. Die Hauptachsen repräsentieren die Hauptbewegungsrichtungen im innerstädtischen Verkehr und sind weitgehend alltagstauglich.

 

Legende

Auf den Karten ist die von der Verwaltung vorgeschlagene

  • Hauptroute jeweils in rot ausführt,
  • sinnvolle Routenvarianten sind in grün eingezeichnet.
  • Blaue Kreuze markieren bestehende Netzlücken,
  • rote Kreuze bauliche Maßnahmen.

Hauptroute 1 Innenstadt – Nikola – Hauptbahnhof

Diese Route ist bereits vollständig beschildert und repräsentiert die wichtigste Nord-Südverbindung. Sie führt allerdings unmittelbar entlang der sehr stark mit PKW und Lastverkehr befahrenen, vierspurigen Luitpoldstraße. Deshalb ist langfristig eine für den Alltagsradler angenehmere Streckenführung entlang der Papierer- und Nikolastrasse zu wählen. Diese Achse könnte langfristig hin zu einer Fahrradstrasse entwickelt werden und würde dann eine sinnvolle Ergänzung / Alternative darstellen. Deshalb ist die Kreuzungssituation am Hauptzollamt unbedingt für Radfahrer zu verbessern. Derzeit endet der an der Kreuzung Nikolastraße/Rupprechtstraße beginnende, benutzungspflichtige gemeinsame Geh- und Radweg nach wenigen Metern abrupt im Nichts.

Abb. 8 3 Hauptzollamt: Unklare Streckenführung für den Radverkehr

 

Im Zuge des Ausbaus der Papiererstrasse zur Fahrradstrasse ist auch zu prüfen, ob die Unterbrechung des Stadtparks mit einer Autostrasse dauerhaft unbedingt erforderlich ist. Besser für die Wohnqualität des Viertels ist es, den Verkehr im Stadtpark dauerhaft den Fußgängern und Radfahrern zu überlassen und die Durchfahrt für PKWs zu schließen. Die parallel zur Luitpoldstraße verlaufende Achsverbindung begünstigt derzeit nur unerwünschten Schleichverkehr. Die entlang der Durchfahrt wegfallenden PKW-Stellplätze könnten entlang des Stadtparks durch die neu gewonnene Fläche weitgehend kompensiert werden.

Abb. 8 4 Papiererstraße / Stadtpark: Schleichwege für PKWs zugunsten des Radverkehrs eindämmen

Auf der Luitpoldbrücke ist der getrennte Radweg (VZ 241) in einen gemeinsamen Radweg (VZ 240) umzuwandeln, da die erforderliche Breite trotz zahlreichen Fußgänger- und Fahrradverkehrs ausreichend ist. 

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Hauptroute 2 Innenstadt – Nikola – Industriegebiet – Ergolding

Die Streckenführung findet die Zustimmung des ADFC. Je nach Ziel in Landshut bzw. Ergolding ergibt sich hier eine alternative Wahlmöglichkeit der Strecke. Die Trassenführung ist bereits weitgehend vorhanden, allerdings noch nicht ausreichend beschildert. Der ADFC Landshut ist der festen Überzeugung, dass eine Beschilderung dieser Radtrassen dauerhaft dazu beitragen wird, den Radverkehrsanteil im innenstädtischen Verkehr zu steigern und damit Lärm- und Abgasemissionen zu senken. Die Hauptroute muss dabei in Absprache mit der Marktgemeinde Ergolding in der Sonnenstraße weitergeführt werden.

Die alternative grüne Route bietet deutlich mehr Qualität, da weniger Abgase und Lärm auf den Radfahrer einwirken.

Die 2. Alternativstrecke führt eher in das nördliche Ergolding und ist deshalb als sinnvolle Alternative zusätzlich vorzuhalten. Die Streckenführung wäre über den Johann-Weiß-Steg in den Konradweg – Franz-Seiff-Straße – Flutmuldenquerung – Liebigstraße – Siemensstraße – Dieselstraße – entlang der Bahnlinie Landshut/Plattling nach Ergolding, Landshuter Straße zu wählen. Die beiden Netzlücken in der Liebigstraße und 09-Unterführung sollten deshalb mit hoher Priorität geschlossen werden.

Dagegen erscheint die 2. Grüne Alternativroute durch Piflas – Johannesweg/Gasthau Meyer nicht optimal gewählt und sollte fallen gelassen werden.

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Hauptroute 3 Peter und Paul – Nikola – Hauptbahnhof

Vor kurzem wurde die Vorfahrt an der Kreuzung des über den Johann-Weiß-Stegs kommenden Radweges mit der Inneren Regensburger Straße zugunsten des Radverkehrs geändert. Auf Dauer sollte die Querungsfurt mit einer Rotmarkierung ausgeführt und mit einem Zebrastreifen für die Fußgänger ergänzt werden. Die alternativ dargestellte, grüne Streckenführung stellt eine gute, nahezu kreuzungsfreie und sehr PKW-arme Verbindung dar, die aber nur wenigen Fahrradfahrern bekannt sein dürfte. Für den Quellverkehr aus dem Niedermeierviertel stellt die grüne Variante eine wichtige Verbindung dar. Auch hier könnte das Ziel, den Radverkehrsanteil nachhaltig zu steigern durch eine entsprechende Beschilderung vorangetrieben werden, da hierdurch die Orientierung für Neuhinzugezogene und in Landshut Studierende erleichtert wird. Alternativ wäre die Strecke in einem Radlstadtplan entsprechend darzustellen. Der Isarradweg ab der Schützenstraße ist in der Oberfläche (rutschiger Kies) zu verbessern und deutlicher zu beschildern.

Abb. 8 7 guter Ansatz: provisorische Vorfahrtregelung zugunsten des Radverkehrs in der Inneren Regensburgerstraße

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Hauptroute 4 Innenstadt – West – Altdorf

Diese Hauptroute ist nicht nur für die Verbindung zwischen der Innenstadt und Altdorf extrem wichtig, sie erschließt auch die Wolfgangsiedlung.

Hier ist vor allem die vollkommen kreuzungsfreie Verbindung bis zur Schwimmschule besonders hervorzuheben. Leider konnte der ursprünglich vorgesehene bauliche Streckenschluss entlang der Bahnlinie nie vollendet werden. Die nun vorgeschlagene Streckenführung mit zweimaliger Unterquerung der Bahn ist aber auch aus Sicht des ADFC Landshut einer alternativen Führung über die Haydnstraße entlang der Parkhausausfahrt des Einkaufszentrums West klar der Vorzug zu geben.

Allerdings sollte den Radfahrern eine Alternative zur Führung über die Ampel an der Parkstrasse bei der Löschen­brand­unter­­führung geboten werden. Hier könnte, aus der Unterführung kommend der Radweg über die Unterführung verlängert werden und so zur grünen Alternativroute angeschlossen werden.

Abb. 8 9 Löschenbrandunterführung: Fortführung des Radweges nach rechts über die Überführung um die Ampel umfahren zu können

Die beiden Netzlücken sind in künftigen Bebauungs- oder Vorhaben- und Entschließungsplänen baldmöglichst zu schließen. Der größte Handlungsbedarf besteht hierbei beim Kindergarten Arche Noah an der Wilhelm-Dieß-Straße. Die Einbeziehung des Weges am Kindergarten vorbei stellt für das ganze Viertel den kürzesten, verkehrsärmsten und zügigsten Zugang zum Stadtbad, Sportzentrum West und Eisstadion her. Rechtzeitige Grundstückverhandlungen mit der Wohnungsbaugesellschaft sind deshalb aufzunehmen. Entlang der Parkstraße ist ein Zweirichtungsradweg wünschenswert für die Alltagsradfahrer in Richtung Bauhof, Diakonie und Altdorf. Damit würde das Fahren auf der falschen Straßenseite und mehrmalige Warten an der Fußgängerampel entfallen. Die erforderlichen Breiten sind größtenteils vorhanden

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Hauptroute 5 Achdorf – Innenstadt – Peter und Paul

Die Streckenführung findet die Zustimmung des ADFC Landshut. Größtenteils ist diese Strecke bereits beschildert. Die grüne Alternativroute über die Kumhausener Strasse ist nur für geübte Radler zu bewältigen und bedarf deshalb keiner gesonderten Beschilderung. Dagegen sollte der Einbahnstraßenteil der Bachstraße schnellstmöglich für den Radverkehr in beiden Richtungen freigegeben werden. Zählungen des ADFC haben gezeigt, das ohnehin die meisten Radfahrer (zur Zeit noch unerlaubt) durch die Einbahnstrasse fahren. Geringes PKW-Tempo aufgrund der engen Fahrbahn, reiner Anwohnerverkehr und klare Sichtbeziehungen, sowie ausreichend Ausweichmöglichkeiten für Radfahrer in Grundstückseinfahrten sprechen hier eindeutig für diesen Schritt.

Eine weitere mögliche Verbesserung sieht der ADFC im Vorschlag der Verwaltung in der Kreuzungsfreien Ausgestaltung dieser Verbindungsachse unter dem Landshuter Isarsteg hindurch Richtung Preysingallee. Vor allem während Eishockeyspielen und der Landshuter Dult würde sich hier eine deutliche Verbesserung der sehr engen Situation an der Ampel ergeben.

Wirklich problematisch ist an dieser Route aktuell aber nur die Fortführung Richtung Kumhausen entlang der Rosenheimer Straße. Eine Lösung wäre beginnend an der Eisenbahnbrücke Landshut-Mühldorf durch eine Querung des Roßbaches entlang der Veldener Straße neben/unter der Brücke die ruhige Verkehrsführung nach Kumhausen am Fuße des Osthanges erreichen zu können, um nicht an/auf der Rosenheimer Straße fahren zu müssen. Hierzu sind Verhandlungen mit der Gemeinde Kumhausen notwendig.

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Hauptroute 6 Achdorf – West – Bahnhof

Die vorgeschlagene Streckenführung stellt zwar aus Kumhausen und Achdorf kommend die kürzeste Strecke zum Bahnhof dar. Unter Nutzung der Fahrradstrasse am Gutenbergweg und der Kreuzungsfreien Unterführung am Hotel Kaiserhof ließe sich aber eine aus Sicht des ADFC Landshut bessere Streckenführung entlang der Papiererstraße zum Bahnhof gestalten. Diese Streckenführung ist wesentlich verkehrsärmer und weist auch weniger Kreuzungspunkte auf. Sie nutzt zudem die bereits geschaffenen baulichen Maßnahmen an der Kreuzung Nikolastraße / Rennweg (Fahrradspur mit Aufstellfläche) optimal aus. Mit dieser Lösung würde die Hauptroute 6 fast vollständig in den Hauptrouten 1 und 5 aufgehen, was auch zu einer Vereinfachung des Streckennetzes beiträgt. Alternativ wäre der Anschluss an die Papiererstraße auch unter Nutzung des Verwaltungsvorschlags über die Achse Robert-Koch-Straße und Andreas-Forster-Weg möglich.

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Hauptroute 7 Bahnhof – St. Wolfgang – Hascherkeller

Von Seiten des ADFC wird der grünen Trasse der Vorzug gegeben. Der Verlauf der roten Trasse entlang der Hauptstrasse benötigt keine Ausschilderung, sowohl Verlauf als auch Ziel ist hier jedem auch ohne weitere Hinweise sofort klar. Die Strecke ist mit strassenbegleitenden Wegen bereits vollständig erschlossen, wegen des hohen PKW-Aufkommens aber insgesamt nur wenig attraktiv. Sie erzeugt bei Neubürgern nicht den AHA-Effekt, einen guten Weg gefunden zu haben.

Der grünen Alternativroute ist der Vorzug zu geben, da sie das Wohnviertel besser erschließt und abseits der lärm- und abgasbelasteten Altdorferstrasse ein ruhiges, entspanntes Vorwärtskommen ermöglicht. Auch die Kindertagesstätte „Meilenstein“ wird hiermit für Hol- und Bringmobilität ohne Lärm und Abgase bedeutend besser ans städtische Verkehrsnetz angebunden.

Die Querung der Bahngleise entlang des Bahnhofs stellt auf beiden Trassenführungen derzeit noch ein Defizit dar. Während die abschreckende Steigung entlang der roten Trasse unmöglich behoben werden kann, ist bei einer Sanierung bzw. baulichen Änderung der Bahnunterführung an die Belange des Radverkehrs zu denken. Hier könnte langfristig eine Verbesserung geschaffen werden, um die Schiebestrecke durch eine befahrbare Alternative zu ersetzen.

Für Radfahrer aus St. Wolfgang stellt diese Trasse damit die beste Verbindung dar.

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Hauptroute 8 Altdorf – St. Wolfgang – Bayerwald – Industriegebiet

Beide Trassen erfüllen hier für den Radverkehr wichtige Funktionen, in Abhängigkeit von der Zielsetzung der Fahrt.

Von entscheidender Bedeutung ist das Problem der sicheren Querung der Bahntrasse für den Radverkehr. Auf Höhe der Dreisesselstrasse und bei der 09-Unterführung (höchste Priorität wegen des Sportplatzes) sind hier geeignete Durchfahrmöglichkeiten zu schaffen.

Die nördliche rote Variante kann südlich des Edekamarktes an der Altdorfer Straße mit direkter Einmündung in den Weg durch den Park auf der anderen Straßenseite die Altdorferstraße kreuzen. Der Umweg über die Kreuzung Altdorfer Straße/Goethestraße wird somit vermieden.

In der Fortführung der Dreisesselstraße lässt sich Ergolding erreichen. Fraglich ist, wie Ergolding sein neues Gewerbegebiet zwischen den Gleisen im Westen an den Verkehr anbinden wird. Radfahrende meiden aufgrund der starken Ausrichtung auf flüssigen, leistungsstarken Autoverkehr das Fahren entlang der B299, ebenso wie das „erklettern“ der Gleisüberführung vom Niveau der Gleise aus. „Bergab“ von der B299 ist derzeit nur ein Fußweg beschildert.

Die von der Verwaltung vorgeschlagene Alternative Eichenstraße – Flurstraße – Rachelstraße – Bayerwaldstraße – Waldschmidtstraße zur 09-Unterführung sollte deshalb beibehalten werden mit dem Ziel diese Route weiter vom motorisierten Verkehr zu befreien.

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Hauptroute 9 Innenstadt - West - Münchnerau

Die Streckenführung findet die Zustimmung des ADFC.

Der Lückenschluss in der Watzmannstraße sollte Priorität vor der baulichen Maßnahme in der Schwaigerstraße haben. In der Watzmannstraße ist zwischen Querstraße und Schwaigerstraße zu prüfen, ob ein Fahrradstreifen realisierbar ist. Die Kreuzungssituation Watzmannstraße/ Schwaigerstraße ist für den Radverkehr sicherer zu gestalten. Parkende Autos und Lieferverkehr stellen hier ein besonderes Risiko für die Querung durch Radfahrer dar.

Vorsicht ist bei einer Asphaltierung der Schwaigerstraße geboten, da dies mehr motorisierten Schleichverkehr anziehen wird, dem durch geeignete Maßnahmen begegnet werden muss.

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Hauptroute 10 West – Nikola – Ergolding

Die Streckenführung an beiden Seiten der Flutmulde (grün) wird vom ADFC Landshut begrüßt, da hierdurch auch bei Hochwasser die Führung gesichert ist.

In der Verlängerung der Schwestergasse unten in der Flutmulde stellt die Kreuzung der Straße für Radfahrer ein Hindernis dar. Es ist hier zu prüfen, ob es nicht besser ist, die Vorfahrt zu Gunsten des Rad- und Fußverkehrs zu ändern.

Bezüglich der Nord-Süd Achse wird auf die Ausführungen zu Hauptroute 1 verwiesen. Der ADFC erachtet die angenehmere Streckenführung entlang der Papierer- und Nikolastrasse für sinnvoller. Hiermit wird auch das Nikolaviertel besser in das Streckennetz eingebunden.

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Hauptroute 11 Peter und Paul – Schönbrunn – Auloh

Der Trassenführung der Hauptroute und der Variante kann sich der ADFC Landshut anschließen. Aktuell weist die Strecke jedoch noch eine Reihe von Schwachstellen auf, die nachgebessert werden müssen:

In der Schützenstraße besteht stadtauswärts aufgrund des benutzungspflichtigen Radweges ein Querungserfordernis, wobei am Marschallsteg dadurch eine deutlich schlechtere Sichtbeziehung der Kreuzungssituation herrscht, als wenn man die Radfahrer auf der Straße belassen würde.

Abb. 8 17 sinnlos(?) benutzungspflichtiger Radweg an der Schützenstraße

Isarradweg (Einmündung ca. auf Höhe Hausnummer 6/8 der Schützenstraße): nicht geteert (Schotter), steinige Oberfläche mit Rinnen, bei trockenem Wetter staubig und bei Regen schlammig; beides ist schlecht für offene Ketten und Alltagsradfahrer auf dem Weg in die Arbeit.

Abb. 8 18

Die Verbindung Schönaustraße – Karl-Valentin-Weg wird hoffentlich im Wege der großen Lösung des Kasernenecks mit ausgebaut.

Eine weitere bekannte Problemstelle ist nach wie vor die Querung der Kreuzung Niedermayerstraße / Wildbachstraße für Radfahrer, die von der Niedermayerstraße kommen. Da über diese Streckenführung die Fachhochschule mit zahllosen Studenten angeschlossen wird, ist eine sinnvolle Kreuzungsführung für den Radverkehr hier unabdingbar.

Weil der Radfahrer zwei Ampeln mit unterschiedlicher Grünphase queren muss, muss er hier zweimal sehr lange warten.

Abb. 8 19 Alptraum für Radfahrer: Kreuzung Schönbrunn / Schweinbach

Die grüne Alternative sollte zu einer Route zusammengefasst werden. Hier bietet sich die Untere Auenstraße über (Noch-)Müllverbrennungsanlage zur Kanalstraße an. Radfahrer gelangen hier auf sehr ruhigen, naturnahen, aber asphaltierten Straßen nach Auloh und Lurzenhof.

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Hauptroute 12 Ergolding – Bayerwald – Altdorf

Diese Route verbindet ausschließlich Ergolding, die Bayerwaldsiedlung und Altdorf. Der Charakter einer Hauptroute im Radwegenetz der Stadt Landshut ist damit nicht zwingend erfüllt. Im Gesamtkonzept sollte dieser Maßnahme Nachrang gegeben werden. Eine sinnvolle Ausweisung kann auch dem noch zu erstellenden Radlstadtplan vorbehalten bleiben.

Hauptroute 13 „grünes Band“ entlang der Flutmulde

Die Verbindung durch die Flutmulde stellt einen echten Gewinn für den Radverkehr in Landshut dar. Abseits des Autoverkehrs herrscht hier freie, nahezu Kreuzungsfreie Fahrt für Radfahrer und ermöglicht vor allem im Berufsverkehr ein oft deutlich zügigeres Vorwärtskommen als mit dem PKW. Seit der Eröffnung des Landshut Parks kommt dieser Trasse noch eine weitere wichtige Funktion als „Sammelzubringer“ zum Gewerbegebiet Münchnerau zu. Problematisch ist nur, dass diese Trasse bei Hochwasser nicht zur Verfügung steht.

Handlungsbedarf besteht mittel- bis langfristig nur auf Höhe der Schwestergasse. Hier kommt es zu Kreuzungsverkehrsbegegnungen mit dem PKW-Verkehr. Da die Flutmuldenpassage für den PKW-Verkehr keine elementare Hauptverbindung ist, sollte hier dauerhaft eine Vorfahrtsregelung zugunsten des Radverkehrs entlang der Flutmuldentrasse geschaffen werden.

Unabhängig davon ist die Benutzungspflicht des Radwegs vom Industriegebiet kommend auf der linken Fahrbahnseite umgehend zu beseitigen. Hier wird der Radfahrer unnötig zu einem Fahrbahnwechsel gezwungen, ein Manöver das vor allem von der Hofmark-Aichstrasse abfahrende PKWs nicht erwarten.

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